Die OST stellt sich dem Wandel und stärkt den MINT-Nachwuchs durch Zusammenarbeit
Ab 2026 verstärkt die OST – Ostschweizer Fachhochschule das Partnernetzwerk von IngCH. Prof. Stefanie Graf, Leiterin des Departements Architektur, Bau, Landschaft, Raum, erklärt im Interview, warum wir gemeinsam stärker sind, wie sie politikwissenschaftliche Perspektiven in ihre tägliche Arbeit einbringt und weshalb sinnstiftende Inhalte für junge Menschen bei der Studienwahl entscheidend sind.
Was hat die OST dazu bewegen, Partnerin von IngCH zu werden?
Die Partnerschaft mit IngCH passt sehr gut zu unserem Selbstverständnis als Hochschule. Wir sehen es als gemeinsame Verantwortung von Bildung, Wirtschaft und Verbänden, junge Menschen früh für MINT-Themen zu begeistern.
Als Fachhochschule OST bringen wir dafür eine breite fachliche Perspektive ein – aus den Bau- und Planungsdisziplinen Architektur, Bauingenieurwesen, Landschaftsarchitektur und Raumplanung, aber ebenso aus Informatik und Technikbereichen wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Energie- und Umwelttechnik, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen. IngCH vernetzt diese Akteure wirkungsvoll. Genau diese Bündelung von Kräften war für uns ausschlaggebend.
Sie selbst haben Politikwissenschaft studiert. Wie prägt dieser Blick Ihre Arbeit im Departement Architektur, Bau, Landschaft, Raum heute?
Mein politikwissenschaftlicher Hintergrund schärft vor allem meinen Blick für Rahmenbedingungen, Macht- und Entscheidungsstrukturen sowie für die Interessen unterschiedlicher Akteure. Im Departement Architektur, Bau, Landschaft, Raum arbeiten wir täglich an der Schnittstelle von Gesellschaft, Wirtschaft und Technik. Politikwissenschaft hilft mir dabei, fachliche Fragen nicht isoliert zu betrachten, sondern sie in grössere institutionelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge einzuordnen.
Wo sehen Sie die grössten Hebel, um mehr junge Menschen für MINT-Berufe zu begeistern?
Der wichtigste Hebel ist aus meiner Sicht Sinnhaftigkeit. Junge Menschen wollen verstehen, wofür sie etwas lernen und welchen Beitrag sie leisten können. Wenn wir zeigen, dass MINT-Berufe konkrete Lösungen für reale Herausforderungen bieten – sei es bei gesellschaftlichen Zukunftsfragen wie dem nachhaltigen Bauen, Klimaschutz der Integration von künstlicher Intelligenz – steigt die Attraktivität für unsere Berufe. Frühzeitige Einblicke in die Berufswelt, praxisnahe Projekte und Vorbilder spielen dabei eine zentrale Rolle.
Welche Rolle können Hochschulen und Verbände wie IngCH dabei gemeinsam spielen?
Hochschulen und Verbände ergänzen sich ideal. Hochschulen vermitteln Wissen, Methoden und kritisches Denken. Verbände wie IngCH schlagen die Brücke zur Praxis, zur Wirtschaft und zu den Berufsbildern. Gemeinsam können wir Orientierung geben, Rollenbilder erweitern und zeigen, wie vielfältig MINT-Karrieren heute sind.
Was müssen Studierende heute lernen, um morgen relevant zu bleiben – auch mit Blick auf KI und Digitalisierung?
Neben fundierten Fachkompetenzen braucht es vor allem die Fähigkeit, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. KI und Digitalisierung verändern Arbeitsweisen rasant – wichtiger als einzelne Tools sind deshalb Systemverständnis, kritisches Urteilsvermögen und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Studierende müssen lernen, Technologie sinnvoll einzusetzen, ihre Ergebnisse einzuordnen und Verantwortung zu übernehmen.
Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen und Chancen für Ihre Hochschule und die Branche?
Die grösste Herausforderung liegt sicher in der Geschwindigkeit des Wandels – technologisch, gesellschaftlich und ökologisch. Gleichzeitig liegt darin eine enorme Chance. Für unsere Hochschule bedeutet das: stärker vernetzt zu denken, Disziplinen zu verbinden und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die OST lebt die interdisziplinäre Zusammenarbeit und sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Innovation.
Interview: Janine Blattner, Projektleiterin IngCH
OST – Ostschweizer Fachhochschule als neues IngCH-Mitglied
OST – Ostschweizer Fachhochschule als neues IngCH-Mitglied
Neues Jahr, neue Partnerschaft: Wir freuen uns sehr, die OST – Ostschweizer Fachhochschule als neue Partnerin von IngCH begrüssen zu dürfen.
Die Wirkung von IngCH entsteht durch die enge Zusammenarbeit mit engagierten Partnerinnen und Partnern. Als neue Partnerin unterstützt die OST unsere Projekte und erweitert unser Netzwerk. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.
Über die OST – Ostschweizer Fachhochschule
Die OST ist eine dynamische und innovative Hochschule, die mit zukunftsweisenden Impulsen die Ostschweiz stärkt und zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Region beiträgt. Sie ist die Fachhochschule der sechs Ostschweizer Kantone sowie des Fürstentums Liechtenstein.
Mit rund 3’800 Studierenden, 1’500 Weiterbildungsteilnehmenden und über 1’000 laufenden Forschungsprojekten in sechs Departementen ist die OST ein zentrales Bildungs- und Innovationsdrehkreuz der Region.

Frohe Festtage und Danke!
Frohe Festtage und Danke!
Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns begleiten und unterstützen. Ihr Engagement, Ihr Vertrauen und der gemeinsame Einsatz machen unsere Arbeit möglich. Gemeinsam stärken wir die MINT-Bildung nachhaltig und bewegen etwas.
Wir wünschen Ihnen frohe Festtage, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins 2026!
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im neuen Jahr!
Unser Büro bleibt vom 22.12.25 - 03.01.26 geschlossen. Gerne sind wir ab 5. Januar 2026 wieder für Sie da.
Herzlich, das Team von IngCH

Lea Hasler entfacht den MINT-Funken
Lea Hasler entfacht den MINT-Funken
Unsere Geschäftsführerin Lea Hasler setzt sich auf allen Kanälen für die Nachwuchsförderung ein. Im aktuellen Schulblatt-Porträt erklärt sie, wie wir mit IngCH Jugendliche im Berufswahlalter für MINT-Berufe begeistern – und was sie sich als junge Mutter für den Nachwuchs von morgen wünscht.

Eine Reportage aus dem Schulzimmer
Leuchtende Kinderaugen mit «Robertas» und LEGO Education
*Dr. Nora A. Escherle, Projektleiterin «RobertaPlus»
Es begann am frühen Morgen eines sehr dunklen, sehr nassgrauen Novembertags – ein ereignis- und abwechslungsreicher Tag für Primarschüler:innen der Primarschule Sempach, die gemeinsam mit Andrea Maria Schmid und Anja Lanz der PH Luzern in die Welt der Robotik eintauchen durften.
Im Ramen des Projekts «RobertaPlus», das IngCH MINT for our future gemeinsam mit der PH Luzern leitet, werden seit 2025 zahlreiche Robotiktage an Primarschulen durchgeführt.
Ich durfte an einem dieser Tage dabei sein und konnte die Workshopleiterinnen, die Lehrperson und vor allem die Kinder während der vielen «robotervollen» Stunden beobachten und begleiten. Was ich erleben durfte, könnte in keinem grösseren Kontrast zum unfreundlichen Novemberwetter ausserhalb des Schulhauses stehen.
- spannende, kurzweilige Inputs zum Thema Robotik seitens der Workshopleiterinnen, die mit viel Fachwissen und Verve durch den Tag führten
- kundige, engagierte Begleitung durch die Lehrperson
- Neugierde, ansteckende Freude und konzentrierte Teamarbeit seitens der Primarschulkinder
«Robertas» programmieren
Es war eine Freude zu beobachten, mit wie viel spielerischer und kreativer Begeisterung Kinder der Robotik begegnen. Von morgens um 8 Uhr bis nachmittags um 16 Uhr widmeten sie sich dem Thema. Nach einer kurzen Einführung durften sie sich mit einer Aktivität mit Bee-Bots auf niederschwellige Weise dem Thema annähern. Danach ging es weiter mit LEGO Education MINDSTORMS Ev3-Robotern (im Workshop liebevoll «Robertas» genannt), die sie anhand von blockbasierter Programmiersprache programmieren konnten.
Es war ein langer Tag für die Kinder, doch sie bleiben bis zuletzt eifrig bei der Sache. So vieles musste ausprobiert, getestet, abgeändert und wieder neu ausprobiert werden. Es wurde viel gekichert und gelacht – und die Augen leuchteten. Als die Workshopleiterinnen zum Schluss fragten, wer nochmals solch einen Workshop machen wolle, gingen blitzschnell alle Hände nach oben. Eine schönere Bestätigung kann es nicht geben. Es zeigt: Robotik ist ein Thema, das Kinder begeistern kann.

Weiterbildung mit RobertaPlus
Das RobertaPlus-Projekt von IngCH und der PH Luzern ist 2025 gestartet und dauert bis 2029. Ausgehend von Kantonen der Innerschweiz wird das Angebot schrittweise auf weitere Kantone der Deutschschweiz ausgeweitet. Grosszügig gefördert wird es durch die Ernst Göhner Stiftung, die Bärbel&Paul Geissbühler Stiftung und die Dätwyler-Stiftung.
Neben Robotiktagen an Volksschulen beinhaltet das Projekt weitere Elemente: Angebote für Lehrpersonen, die sich im Bereich Educational Robotics weiterbilden möchten («Roberta-Schulungen»), sowie den Austausch von Hochschulpersonal und Lehrpersonen mit Wirtschaftspartner:innen verschiedener Regionen der Schweiz – mit dem Ziel, Lernumgebungen mit authentischen, aktuellen Einsatzgebieten und regionalen Bezügen anzureichern.
*Dr. Nora A. Escherle ist Projektleiterin von «RobertaPlus» und hat die Schüler:innen im Workshop im November vor Ort begleitet

Meitli-Technik-Tage im Herbst 2025
Im November 2025 fanden unsere Meitli-Technik-Tage an vier Standorten statt. CSCS, Medtronic, ABB und Nestlé öffneten ihre Türen und gewährten interessierten Mädchen Einblicke in ihre Arbeitswelten und stellten verschiedene technische und naturwissenschaftliche Berufsfelder vor. Ziel dieser Tage ist es, jungen Frauen frühzeitig den Zugang zu MINT-Berufen zu öffnen.
Die Teilnehmerinnen blickten hinter die Kulissen eines Hochleistungsrechenzentrums, programmierten erste eigene Anwendungen, erlebten, wie Medtech-Innovationen Leben verbessern, und bauten selbst einfache Schaltkreise und Steuerungen. In Workshops zu Robotik, Informatik und Engineering konnten sie experimentieren und ihre technischen Fähigkeiten stärken.
Die Meitli-Technik-Tage zeigen: Begeisterung für MINT entsteht dort, wo junge Frauen Technik erleben, ausprobieren und direkten Kontakt zu Expert:innen haben. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung und zur Gleichstellung im technischen Berufsfeld in der Schweiz.
Mehr Informationen zu den Meitli-Technik-Tagen
Lea Hasler spricht bei STEM Voices über MINT-Förderung
Lea Hasler goes STEM Voices
Im Video von Little Scientists zeigt unsere Geschäftsführerin Lea Hasler, wie wir Kinder und Jugendliche seit 40 Jahren für MINT begeistern. Sie erklärt, warum MINT wichtig ist – und sagt es klar: „Kinder brauchen MINT, um zu erleben, wie kreativ Technik und Wissenschaft sind.“
Mehr Informationen zu unserer MINT-Arbeit gibt es im Video.
Unser Jahresbericht 2025 ist online
Unser Jahresbericht 2025 ist online
Manchmal liegt die Stärke nicht im Umbruch, sondern in der Beständigkeit. Das Geschäftsjahr 2024/2025 stand im Zeichen von Stabilität. Der Jahresbericht zeigt unsere Projekte und Aktivitäten, mit denen wir MINT-Berufe in der ganzen Schweiz gefördert haben. Unsere Mission bleibt klar: junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern.
Zum Jahresbericht 2025.
Generalversammlung und Mitgliederevent im Balgrist
Letzten Donnerstag fand unsere Generalversammlung mit anschliessendem Mitgliederevent an der Universitätsklinik Balgrist statt.
Vertretende aus 17 Mitgliederfirmen sowie Partner und unterstützende Organisationen nutzten die Gelegenheit, gemeinsam einen Blick in die Welt der modernen Medizin zu werfen. Nach dem offiziellen Teil erhielten wir spannende Einblicke in den Balgrist Campus AG und den OR-X – ein eindrucksvolles Beispiel für das Zusammenspiel von Forschung, Technik und Medizin.
Beim anschliessenden Apéro standen Austausch und Diskussionen zum Thema MINT-Nachwuchs im Zentrum.
Der Termin für die nächste Generalversammlung steht bereits fest: 24. September 2026, bei Levitronix in Züirch
Unser neuer MINT-Film ist da!
Unser neuer MINT-Film ist da!
Sechs Menschen. Sechs Wege. Eine Leidenschaft: MINT. Unser neuer Film für die Technik- und Informatikwochen ist da! Zu Beginn jeder Technik- und Informatikwoche eröffnen wir am Montag die Projektwochen an Schulen und möchten die Klassen für die kommenden Tage motivieren und begeistern. Unser neue Film zeigt, wie vielfältig Studiengänge und Berufe im MINT-Bereich sind und wie spannend die Geschichten dahinter sein können.
Mit dabei sind:
- Marie-Rosa Fasser, Universitätsklinik Balgrist, Biomechanik
- Roman Wixinger, Ergon Informatik AG
- Reto von Salis, SBB CFF FFS, Bauingenieurwesen
- Marguerite Alice Babusiaux, ETH Zürich, D-MATL, Materialwissenschaften
- Thomas Sauter-Servaes, ZHAW School of Engineering, Verkehrswissenschaften
- Salome Bachmann, ETH Zürich, Departement Erd- und Planetenwissenschaften, ETH Zürich, Erd- und Klimawissenschaften
Ein grosses herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für ihre Zeit, ihre Leidenschaft und ihren Beitrag zu diesem Projekt. Ein besonderer Dank geht auch an Pierre de Senarclens und Reto Waser für die Umsetzung.
Wir hoffen, dass der Film Neugier weckt und viele Schüler:innen inspiriert, ihre eigenen Wege im MINT-Bereich zu entdecken.



